Jannemobil - das jüngste Mitglied der Ini liegt hinten drin!

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Sonntag, 12. Oktober 2014

was nicht mit dem Rad geht... gibt´s eigentlich nicht ;)!








schon mal gesehen?
funktioniert fantastisch und komfortabel: rollender Transport bis an die Wasserkante!


Sonntag, 14. September 2014

KonRad 1.1 ist die offizielle Richtschnur für Eutin!

Der Stadtentwicklungsausschuss hat in seiner letzten Sitzung KonRad einstimmig als Leitfaden für die Radverkehrsförderung Eutins angenommen!
Mit einiger Freude und ein klein bisschen Stolz konnten wir  "KonRad 1.1"  - das schon im Mobilitätsbeirat in genau dieser Form einstimmig verabschiedete "Konzept für den Radverkehr in Eutin" präsentieren.

Dieses Konzept ist das Substrat aus 2 1/2 Jahren intensiver und ernsthafter Beschäftigung von sehr vielen Menschen mit dem Thema Radverkehr und seiner Verbesserung in Eutin. Es enthält eine Menge tolle Erkenntnisse, die sicher viele (auch schon mit dem Thema vertraute) Augen öffnen, und deshalb ist es für jede/n eine gefesselte Lektüre wert.
Was uns manchmal in den letzten Wochen selbst etwas sprachlos gemacht hat: In der ganzen Stadt mit all ihren Gremien ist klar, dass dieses Konzept in seinen kommenden Evolutionsstufen die Richtschnur für die Arbeit pro Radverkehr der nächsten Jahre, ja wohl Jahrzehnte sein wird.


Beigetragen haben ganz viele in irgend einer oder mehreren Formen, so dass dieser wichtige Schritt gemacht werden konnte. Jeder Aufkleber am Schutzblech, jedes fröhlich geschmückte Rad, jede Teilnahme oder Mitarbeit bei einer Veranstaltung, jedes Gespräch über das Thema und jeder Leserbrief und und und, all das war und ist wichtig, damit wir gemeinsam vorankommen.
Da das Konzept als ganzes den Rahmen dieses Blogs sprengen würde, bieten wir an, es auf Anfrage (an: eutinfahrradfreundlich@gmx.de) zu  verschicken.

Donnerstag, 17. Juli 2014

Innenstadtwettbewerb Eutin - die Ergebnisse

Eutin will sich endlich erneuern, dabei schöner, besser erfahrbar ...;) und barrierefrei(er) werden. Dazu wurde Geld aus verschiedenen Töpfen freigegeben und ein Wettbewerb um die besten Ideen für die Achse Bahnhof - Fußgängerzone - Rosengarten bis Stadtbucht ausgeschrieben.
Für uns besonders interessant sind natürlich Themen wie Radstation und -parkmöglichkeiten am Bahnhof, Fahrradständer in der Innenstadt, Bodenbeläge und Verkehrsführung auf wichtigen Verbindungsachsen...
Was nun wann umgesetzt wird, zeigt sich im Verlaufe weiterer Verhandlungen mit den Büros, Beratungen der Stadtvertretung usw. Wer gut im Bilde ist, kann besser diskutieren, und die Animationen lassen teilweise auf eine schöne und nutzbare Innenstadt hoffen....
Hier die Ausschreibung und die kompletten Ergebnisse des Wettbewerbs mit Platzierungen:      competitiononline
c) Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten

Sonntag, 13. Juli 2014

Ein Riesenerlebnis - Critical Mass Hamburg

Die Critical Mass Hamburg (was ist denn das?) ist allmählich zur europaweit größten regelmäßigen Veranstaltung ihrer Art geworden. Am 30.05.14 kamen erstmals über 5.000 Radfahrer, darunter:
mindestens 10 fette mobile Soundanlagen, div. Lastenräder (eins mit zwei Wikingern drauf), Tandems, gaaanz viele Stadträder (Leihräder), dazu einige Longboarder, Inlineskater (einer im Hasenkostüm) etc.!
Wir sind in 2 1/4 Stunden, durchaus liebevoll und geduldig begleitet von der Polizei, 35 km (also alle zusammen 165.000 km!) gefahren - absolut kostenlos und dazu total gesund... Das einmal zu erleben ist wie ein Sprung in eine coole, vernünftige, freudige Zukunft der urbanen Mobilität.
Es gibt noch weitere  schöne Critical Mass-Veranstaltungen im echten Norden, jeweils am letzten oder ersten Freitagabend im Monat um 19 Uhr:      Kiel    Lübeck
Mehr Bilder aus HH gibt es unter der Website  criticalmass-hh - und dann kann es nur heißen: selbst mal bei einer Critical Mass mitfahren und Zukunft miterleben!! 
Übrigens: Bei der ersten gemeinsamen Fahrrad"demo" in Eutin 2012 unter dem Motto "Zeig, was dir wichtig ist" kamen 175 Menschen zusammen, also 1 % der Eutiner. In Hamburg müssten bei gleich hoher Beteiligung über 18.000 Menschen zusammen radeln ;)!

der Treffpunkt wird jeweils wenige Stunden vor 19 Uhr im Internet veröffentlicht
City Nord - Radfahrer, so weit das Auge reicht - und weiter...

alle Altersgruppen, alle Fahrradtypen...








Montag, 30. Juni 2014

Eutin WIRD FAHRRADFREUNDLICH!!!

Die Stadt Eutin hat sich mit Beschluss der Stadtvertretung vom 25.6.2014 das Ziel gesetzt, eine fahrradfreundliche Kommune zu werden!
Leider nicht ganz einstimmig, da sich ein paar Fraktionen enthalten haben, aber immerhin ist es jetzt amtlich, und zweieinhalb Jahre Werbung, Aktionen, Überzeugungsarbeit haben ein wichtiges politisches Ergebnis gezeitigt.
Die noch geäußerten Vorbehalte und Missverständnisse (etwa "zu hohe Kosten" oder "Benachteiligung der Fußgänger und Mobilitätsbehinderten durch Förderung des Radverkehrs") dachten wir eigentlich längst ausgeräumt zu haben - nun denken wir, dass die Arbeit im Mobilitätsbeirat weiterhelfen wird. Bitte nutze jede Möglichkeit, mit Hilfe der hier im Blog zu findenden Argumente und deinem eigenen Herzblut, lächelnd und freundlich für unser gemeinsames Anliegen zu werben - ES GIBT KEINE VERLIERER DABEI!!!

Die Kriterien für Fahrradfreundlichkeit muss sich die Stadt übrigens mehr oder weniger selbst schaffen, da es in S-H keine AG fahrradfreundlicher Städte gibt und wohl in nächster Zeit auch nicht geben wird. Da aber in mehreren anderen Bundesländern solche AGs mit fast gleich lautenden Kriterien bestehen, brauchen wir das Rad nicht neu zu erfinden. 
Im vom Mobilitätsbeirat der Stadt verabschiedeten "Konzept für den Radverkehr in Eutin KonRad 1.1" sind bereits alle Kriterien genannt, die nun nach und nach mit konkreten Zielen und Zeitplänen spezifiziert werden sollen.
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Donnerstag, 19. Juni 2014

Keine Helmpflicht durch die Hintertür...!

Vorwort 1: In diesem Land gibt es eine wirklich große Gesundheitsgefahr, das ist der Bewegungsmangel. Er führt zu Rückenschmerzen, Diabetes, Durchblutungsstörungen, Herzinfarkt, Schlaganfall, häufigeren Krebserkrankungen und Demenz usw - und damit zu unzähligen unnötigen Todesfällen und schweren Behinderungen.
Vorwort 2: Jede/r entscheidet selbst, ob ein Fahrradhelm zum Rad fahren dazugehört.
Das ist auch die sehr gute Nachricht nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes, der damit ein Urteil des Schleswiger OLG aus dem letzten Jahr aufgehoben hat. Das OLG hatte einer Radfahrerin eine Teilschuld für die Schwere ihrer Verletzungen zugesprochen, nachdem sie ohne Helm radelnd unverschuldet durch eine Autofahrerin zu Fall gebracht worden war und Kopfverletzungen erlitten hatte.
Hätte dieses Urteil Bestand gehabt, wäre es einer "Helmpflicht durch die Hintertür" gleich gekommen. Wie wir aus zahlreichen internationalen Erfahrungen wissen, führt eine Helmpflicht beim Radfahren aber zu einer ABNAHME DES RADVERKEHRSANTEILS!!
Diese wiederum führt zu einer Zunahme des Unfallrisikos für Radfahrer, denn der Radverkehrsanteil bestimmt das relative Unfallrisiko: Wo viele Radfahrer unterwegs sind, biegen KFZ-Lenker nicht ohne sich umzuschauen ab, fahren aus Grundstückseinfahrten etc. Hier entstehen nämlich die häufigsten und gefährlichsten Unfälle.

Zur Sicherheit durch das Tragen eines Fahrradhelms gibt es eine riesige internationale Diskussion mit vielen guten Argumenten auf beiden Seiten - das Internet bietet jede Menge Lesestoff.
Hier nur eine Idee zu einer DRASTISCHEN Verbesserung der Sicherheit und Gesundheit:
Eine Helmpflicht NUR für Autofahrer und ihre Mitfahrer, NICHT aber für Radler! Dies hätte wunderbare Soforteffekte - es gäbe eine direkte und gewaltige Verschiebung zugunsten des Radverkehrsanteils, denn wer würde freiwillig und ohne Not im Auto total affig aussehen und sich morgens als erstes die Frisur zerdrücken wollen?? Da fährt man doch lieber Rad und kommt rosig und mit frisch gelüfteter Tolle ans Ziel!
Gleichzeitig sind ab dem Tag die Schulwege, das Radfahren und Zufußgehen für alle sicher, der Rohstoffverbrauch massiv vermindert, die Luft sauber, der Straßenlärm weg und all die dann radelnden und gehenden Menschen viel gesünder! Wir haben lebenswertere Städte und Dörfer, leben glücklicher und länger. Und erst das liebe Geld: Wir können von einem Tag auf den anderen beginnen, enorm an Ausgaben für Infrastruktur und Gesundheitswesen zu sparen - wow!

Eutin tritt an! 2014 - Die Ergebnisse

 Vom 04. bis 30. Mai 2014 lief unsere zweite große Kilometersammelaktion "Eutin tritt an". Hier sind nun unsere stolzen Teilnehmer und Gewinner! Gewonnen haben aber eh alle: Spaß, Gemeinsamkeit, Gesundheit und und ...:)


Teams                  
            Es haben 41 Teams abgegeben (von 57 angemeldeten = 72%)    2013: 32 von 45 (71%)
             Allgemeinwertung       36 Teams                                                                 2013: 29
             Juniorwertung               3 Teams                                                                 2013:  2
             Masters                         2 Teams                                                                 2013:  1

TeilnehmerInnen

            Insgesamt haben 174 TN abgegeben +29%                                                 2013: 135 
              
Älteste TN:                 Erika Ulich (Team Seepark), 86 Jahre, 172 km    2013: 73km (x 2,5!)
Jüngste TN (alle 5 J.):  Lucia Drews 121km, Tarja Fähling 6km, Mads Marquardt 267km

Sieger

                Allgemeinwertung (0-99 Jahre):
                Nicht nur im Mai  1411 Gesamt-km (= 470 TNkm)
                Angela Rahn, Janne Rahn, Gerald Heiß (= bester Einzel-TN mit 916 Ges.-km)
             
                Juniorwertung (bis 18 Jahre):
                Die drei Gasgeber  1213 Gesamt-km (404TNkm) Lina, Lenni und Mads Marquardt
              
                Masterswertung (65 u. älter):
                1. Platz Bürgerstiftung Eutin  1729 Gesamt-km (346 TNkm) Ingrid u. Norbert Berger, Hans-Ulrich Asbach, Karin u. Hans-Jürgen Clausen
Gesamtstrecke alle TN                         29019 km

Eingespartes Benzin:      2400 l (Stadtverkehr 8l/100km) 
Eingespartes Benzingeld:                    3840 Euro (bei 1,60 Euro/l)

Montag, 5. Mai 2014

Impressionen vom Fahrradsonntag

Diesmal leider sehr windig und kühl, noch dazu an DEM langen Wochenende des Jahres in einer fast "ausgestorbenen" Stadt (das lag planungsmäßig nicht in unseren Händen...) hatten wir nicht den Hammer-Besucherzuspruch wie im letzten Jahr - dennoch war es ein unterhaltsamer Tag, und die Anmeldungen für "Eutin tritt an", unser Hauptanliegen für den Tag, kamen am laufenden Band herein!
Ein paar Fotoimpressionen:

Dienstag, 29. April 2014

Jaaaa - da ist sie: Eutins erste geöffnete Einbahnstraße!!

Eine echte Revolution, natürlich ganz klein und versteckt, aber endlich kann Eutin auch diese seit Ende der 90er Jahre in Deutschland immer häufiger anzutreffende Lösung für den Radverkehr vorzeigen:
Eine in Gegenrichtung für Radfahrer geöffnete Einbahnstraße im Holstenweg zwischen Holsten- und Bismarckstraße!
Und hier der Beweis:

Seit der Öffnung dürfen also Schüler und Anwohner legal das tun, was sie hier schon immer getan haben, nämlich den kürzesten, bequemsten und sichersten Weg wählen... erst recht in einem so katastrophal unsicheren Umfeld wie der Holstenstraße, von der jede/r möglichst schnell weg will.

 





Um zu verstehen, was die Öffnung von Einbahnstraßen für den Radverkehr allgemein bedeutet, muss man sich ein paar Dinge vor Augen führen:

- Die Einrichtung von Einbahnstraßen dient der Lenkung des motorisierten Verkehrs, weil er vielerlei Gefährdungen und Belästigungen mit sich bringt. Dass Radfahrer bisher auch von der Einschränkung der Wegewahl betroffen waren, war nicht mehr als ein unsinniger Fehler.
- Radfahrer sind umwegempfindlich: Wenn sie ständig zusätzliche Wege in Kauf nehmen müssen, kürzen sie entweder (auch mal ordnungswidrig) ab, oder sie verlieren die Lust am Radfahren - mit unguten Folgen für alle...!
- Wenn die Wege fürs Radfahren kurz, schnell und direkt sind, dann steigen immer mehr Menschen im Alltag aufs Rad - mit sehr guten Folgen für alle...!

UND JETZT ZUR FRAGE DER SICHERHEIT!
Entgegen der Einbahnstraßenbeschilderung radeln zu dürfen, bedeutet nachweislich besonders sicheres Fahren, und zwar aus mehreren Gründen:

1 - Alle Autos, die dem Radler gefährlich werden könnten, kommen von vorn, die Fahrer haben immer Sichtkontakt, und SICHTBARKEIT BEDEUTET SICHERHEIT!!
2 - Ausparkende Fahrzeuglenker sehen die entgegen kommenden Radler ebenfalls von vorn, das ist völlig anders als in der Standardsituation, wo viele Autofahrer den Schulterblick versäumen und einfach losfahren
3 - Besonders günstig sind LINKS parkende Fahrzeuge, denn:
Hier sind die Türen der MITFAHRER zur Fahrbahn gerichtet, und nur in 1/3 der Fälle steigt aus einem Auto überhaupt ein Mitfahrer ein oder aus, ein Fahrer jedoch immer! 
Fährt ein Radler dennoch mal gegen eine sich öffnende Autotür, so drückt er diese von vorn zu, anstatt von hinten in die blockierende Tür hinein zu fahren - das zeitigt wesentlich geringere Folgen für alle Beteiligten.

Genau betrachtet ist eine geöffnete Einbahnstraße eine Straße wie andere auch - nur für die Radler in der einen Richtung eine Straße ohne Autos von hinten ;).
Es gibt in Eutin eine Menge Einbahnstraßen, die fast ausnahmslos geeignet sind!!!!
Also - Eutin, weiter so!