Jannemobil - das jüngste Mitglied der Ini liegt hinten drin!

Jannemobil - das jüngste Mitglied der Ini liegt hinten drin!
Jannemobil - das jüngste Mitglied der Ini liegt hinten drin!

Sonntag, 20. Dezember 2015

Position der Ini zum Thema Radwegebenutzungspflicht

Beim letzten Treffen in diesem Jahr haben wir uns anlässlich der aktuell durchgeführten Änderungen in mehreren Straßenzügen Eutins nochmals Gedanken gemacht, wie unsere Vorstellungen von guter Radverkehrsführung aussehen. Wir haben dabei 
1. überlegt, was wir übereinstimmend als eine sichere und komfortable Radverkehrsführung erachten und 
2. die Bedingungen einbezogen, die die Straßen unserer Stadt uns ggf. unabänderlich durch ihre Breite und Bebauung bieten.

Hier das Ergebnis unserer Überlegungen:

Wir sprechen uns für eine Radverkehrsführung aus, die Komfort, Sicherheit und Sichtbarkeit für die Radfahrer und ein angenehmes Miteinander mit den anderen Verkehrsteilnehmern schafft.

Das bedeutet:

- Der Straßenraum ist mit allen erdenklichen Mitteln so auszugestalten, dass Übersichtlichkeit für alle Verkehrsteilnehmer geschaffen wird

- An Strecken, wo Radwege sinnvoll und möglich sind, müssen Unfälle an Einmündungen und Grundstückszufahrten maximal erschwert werden

- Die Nutzung der Fahrbahn sollte grundsätzlich zulässig sein, Radwege also ohne Benutzungspflicht bleiben

- Wenn auf solchen Strecken ein Tempo über 30 km/h erlaubt ist und bleibt, müssen diese Strecken mit Einrichtungen wie Radfahr- oder Schutzstreifen ausgestattet werden.

Donnerstag, 19. November 2015

noch mehr aktuelle Änderungen - revisited...

STELLUNGNAHME VON UNSERER SEITE ZU DEN AKTUELLEN ÄNDERUNGEN IN EUTIN:
Wir möchten hier betonen, dass die aktuellen Aufhebungen der Radwegebenutzungspflicht in der Riemannstraße und der Sielbecker Landstraße nicht durch uns in Gang gesetzt  wurden. Wir versuchen, wann immer wir rechtzeitig "Wind" davon bekommen, uns - neben unserer Gremienarbeit zur Entwicklung von zukunftsfähiger Mobilität und allem, was wir sonst noch so treiben - an der Umsetzung bestehender gesetzlicher Vorgaben zu beteiligen, indem wir ungünstige Folgen für alle Beteiligten verhindern, sie aufklären und Ihnen Perspektiven eröffnen wollen. Denn:
 
Wir sehen die aktuellen Änderungen durchaus mit gemischten Gefühlen. 
Schade ist eben, wenn wie in den aktuellen Fällen aufgrund der vorhandenen mangelhaften Infrastruktur das RECHT, künftig die Fahrbahn zu benutzen, mit dem VERBOT, die bisherigen Wege zu nutzen gekoppelt wird.
Zur Erklärung etwas mehr zur Straßenverkehrsordnung:
Falls nach der Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht weiter ein baulich vom Gehweg getrennter Radweg besteht, darf dieser nach Wunsch weiter mit dem Rad benutzt werden - ohne jede Beschilderung. Bleibt aber nur ein Gehweg übrig, der nicht durch das blaue Schild mit dem Zusatzschild "Radfahrer frei" gekennzeichnet ist, darf dieser ab dem 11. Geburtstag nicht mit dem Rad befahren werden. Merke: Ein Gehweg ohne Beschilderung ist ein Weg für Fußgänger - und sonst nichts weiter, kein Radweg, kein Parkplatz, keine erweiterte Baustelle...

Die Trennlinie verläuft also, wenn auf eine neue Beschilderung verzichtet wird, zwischen vorherigen getrennten und gemeinsamen Geh- und Radwegen.
Übrigens: Die Freigabe für Radfahrer muss hinter jeder Einmündung neu beschildert sein, sonst ist sie ab der Einmündung aufgehoben.
Diese Situation haben wir zB in der Lübecker Straße stadteinwärts ab Kreishaus: Dort ist der Gehweg für Radfahrer freigegeben. Radfahrer dürfen hier, nachrangig und mit besonderer Vorsicht (also nötigenfalls im Schritttempo), den Gehweg radelnd benutzen. Hinter der Einmündung Oberonstraße (Ex-Dönergrill) wird die Beschilderung aber nicht wiederholt, daher heißt es ab hier: Radfahren nur auf der Fahrbahn.

In der Initiative gibt es Radfahrer mit unterschiedlichen Ansprüchen an die Infrastruktur, u.a. dadurch bedingt, dass manche noch kleine, oder schon etwas ältere Kinder im Übergang zum "erwachsenen Radfahrer" haben ( >11). Aber auch, weil die subjektive Wahrnehmung von Sicherheit und Komfort durchaus unterschiedlich ist.
In Holland oder Kopenhagen ist das Radfahren für alle subjektiv ein verlockender Genuss UND objektiv sicher. Bis wir hoffentlich ähnliche Verhältnisse in Deutschland haben, werden wir uns in einer Übergangsphase befinden, die auch uns ab und an schwierige Kompromisse abfordern dürfte...

Aber nun zur aktuellen Situation: 
Die Polizeidirektion Lübeck hat sich zum Ziel gesetzt, möglichst alle linksseitigen Radwege in Eutin aufzuheben, weil sie mit besonderen Gefahren verbunden sind. Ausgenommen bleibt die Lübecker Landstraße.
Die zuständige Kreisbehörde hat kürzlich auf Initiative der Polizei deshalb die Radwegebenutzungspflicht in der Sielbecker Landstraße vom Ortseingang Fissau (von Sielbeck aus gefahren) bis zur Kreuzung Malenter Landstraße / Hubertushöhe aufgehoben. Es gibt dort allerdings jetzt gar keinen Radweg mehr - auch keinen "Gehweg - Radfahrer frei"! DAS BEDEUTET: Im gesamten Strassenverlauf MUSS IN BEIDE RICHTUNGEN auf der Fahrbahn geradelt werden, es sei denn, man ist unter 8 Jahre (dann MUSS man auf dem Gehweg radeln) oder unter 10 Jahre alt (dann darf man auswählen).

Vor kurzem gab es dann in der Riemannstraße seitens der Stadt den logischen Anschluss in der Riemannstraße, der so bereits vor einem Jahr angeordnet wurde. Hier wurde allerdings stadtauswärts "Gehweg - Radfahrer frei" ausgeschildert.

Diese Maßnahme begleiten wir mit einer Plakataktion, die vor allem die Autofahrer darüber aufklären soll, dass wir Radfahrer
1. auf der Fahrbahn radeln DÜRFEN BZW. MÜSSEN (also Hupen und Drängeln eher nicht salonfähig sind...)
2. ein Überholen nur mit einem Mindestabstand von 1,50 m fair und auch rechtens ist. 

Wir können alle dazu beitragen, dass diese Regelung und das passende Verhalten der Autofahrer beachtet werden, indem wir
- den Versuch wagen und hoffentlich feststellen, dass es auf der Fahrbahn voll okay ist, denn dann wird es für alle ganz schnell Gewohnheit
- auf der Fahrbahn KEINESFALLS ganz rechts im Rinnstein radeln, sondern einen angemessenen Abstand zum rechten Fahrbahnrand halten. Anderenfalls lädt man unvorsichtige Autofahrer geradezu zu dummen Überholmanövern ein. 50 cm Abstand vom rechten Ellbogen bis zum Fahrbahnrand sind übrigens das MINDESTMAß, um Fußgänger auf dem Gehweg nicht zu gefährden. Auch der ausreichende seitliche Abstand zu geparkten Fahrzeugen, deren Türen sich plötzlich öffnen könnten, ist auf allen Wegen dringend zu beachten.

Bitte denkt auch dran: In der Oldenburger Landstraße vom Jungfernort bis zum Kreishaus ist dies seit neuestem bereits genau so der Fall!
 
Wenn ihr euch jetzt große Sorgen macht, denkt bitte daran, dass das Fahrbahnradeln in den allermeisten Straßen die Regel ist und die jetzt geänderten Straßen längst nicht so stark befahren sind wie etwa die Elisabethstraße. 
Es gibt aber auch Vorteile der jetzt zugelassenen Fahrbahnnutzung: 
Insbesondere bei den bisher linksseitigen Radwegen das Ende der häufigen erzwungenen und gefährlichen Seitenwechsel sowie der gefährlichen Querung von Grundstückszufahrten und Einmündungen, kein langes Warten an der Bettelampel mehr usw.

Also: Lasst uns eure Erlebnisse wissen, schreibt uns, wie es euch mit den neuen Regelungen geht - das können wir dann verarbeiten und weitergeben!


Samstag, 24. Oktober 2015

Keine so gute Nachricht...


Kein guter Tag für das Radfahren in Eutin:

An dieser Kreuzung plädieren wir seit Jahren für Schutzstreifen, die möglichst bis zum Vossplatz runterlaufen sollten. Diese würden auch auf der Kreuzung signalisieren, dass dort auf Radfahrer zu achten ist.







Nun hat es hier einen Radfahrer erwischt, der aber zum Glück schon wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden konnte.
Ein winziges Gutes ist, dass wir die Information über den Unfall schon tags zuvor aus der Klinik erhalten haben, die den verletzten Radfahrer erstversorgt hat - zusammen mit der hervorragenden Unfallskizze.
Unser Netzwerk, mit dem wir notwendige Veränderungen dokumentieren, rechtswidrige bisherige Bestandsregelungen, deren Folgen und die Verantwortlichkeiten dokumentieren wollen, nimmt also Gestalt an und funktioniert.

(Ausriss: OHA, 24.10.2015)

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Eine gute Nachricht...

Langersehnt, da ist sie: Die Fahrradselbsthilfe im ehemaligen Katasteramt!






Die Fahrradwerkstatt im ehemaligen Katasteramt (Vahldiekstraße / Ecke Carl Maria v. Weber-Straße, Eutin) ist eröffnet!
Ziel ist es, dort Flüchtlingen und anderen Bedürftigen gebrauchte Räder zu vermitteln und defekte Räder instand zu setzen. Auch soll unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ dort auf rein ehrenamtlicher Basis Flüchtlingen u.a. vermittelt werden, wie ein Fahrrad zu reparieren ist - hierzu wird fachliche Hilfe angeboten und auch spezielles Werkzeug bereitgehalten.

Die Werkstatt besteht bislang aus einer Doppelgarage (s.o., mit Heizung!) und einer Basisausrüstung, die zur Zeit noch von privat zur Verfügung gestellt wird. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit den örtlichen gewerblichen Fahrradläden und der Stadt Eutin. Ein Flyer mit den wichtigsten Informationen in verschiedenen Sprachen ist in Planung.
Aufgrund des bislang recht kleinen Teams sind vorerst die 
Öffnungszeiten donnerstags von 13 - ca.17 Uhr und freitags von 9 - 12 Uhr garantiert.
Wenn Du Zeit hast, Dich regelmäßig oder auch nur ab und an hieran zu beteiligen, wäre das prima! Auch wer keine speziellen Kenntnisse in Sachen Fahrradreparatur besitzt, ist willkommen und kann enorm helfen. Eine Einweisung vor Ort erfolgt auf jeden Fall.  
Einfach vorbeikommen!


Wir von der Initiative Fahrradfreundliches Eutin wünschen guten Erfolg!! 

Sonntag, 11. Oktober 2015

Amüsantes aus Berlin

Weil so viel anderes los war, erst jetzt hier ein paar unterhaltsame Bilder aus Berlin und anderswo, die wir in den letzten Wochen zugeschickt bekamen...
...zum besseren Erkennen wie immer auf die Fotos klicken!



 auch schick oder?
versuchen kann man es ja...;)


Sonntag, 4. Oktober 2015

lecker Mängel - da seid ihr ja...!

"Lecker Mängel melden!" Unter diesem Motto waren am 03.10. fast 20 Eifrige unterwegs, um Mängel in der Fahrradinfrastruktur aufzuzeichnen. Wir haben uns in 5 Gruppen aufgeteilt und bisher nicht erfasste Bereiche im Stadtgebiet abgegrast.
Und so geht das, hier am Beispiel nicht zurückgeschnitten Grüns an Straßeneinmündungen:

1. Mangel aufzeigen, 2. begründen (das war echt knapp!), 3. Positivbeispiele looooben (ganz wichtig!), 4. und 5. zur Belohnung im Stadtcafé lecker Torte fassen!!



Donnerstag, 1. Oktober 2015

Unser Blog - Informationsquelle zum Radverkehr in Eutin

Kurz in eigener Sache:

Neben unseren Emailverteilern scheint sich der Blog immer mehr zu einer wichtigen Informationsquelle zu mausern. Inzwischen ist über 15.000 mal aus privaten hiesigen Quellen auf ihn zugegriffen worden, derzeit liegen wir bei monatlich 400-500 mal. Deutliche Spitzen verzeichnen wir zu unseren Aktionen wie dreimal dem fantastisch angenommenen "Eutin tritt an", den Radtouren, den "Fliegenden Fahrrädern von Eutin", den Fahrradsonntagen etc. ;))

Montag, 28. September 2015

EUTIN TRAT AN 2015 - erste Bilder

EUTIN TRITT AN 2015 hat neue Rekorde aufgestellt:
242 Teilnehmer sind ins Ziel gegangen, 121.086 km wurden erradelt - also 3 x um den Globus - und pro Teilnehmer wurden im Schnitt 161 km jeden Monat gefahren - also über 5 km täglich. Mehr Daten und Kommentare in Kürze!

Und so sehen unsere diesjährigen Sieger aus ;)

Die fleißigsten unter den Junioren: "Die Teufelsfahrer"!
 
Das größte Team und die meisten Gesamtkm: "Team Mühlenbergklinik"!


 Sieger in der Kategorie "Allgemein": "Die Sana-Pedalhelden"!


 Das nächste Bild spricht für sich: Unsere Sieger in der "Masters"-Kategorie (d.h. alle Teammitglieder 65 oder älter; die Zahl hinter den Namen steht fürs jeweilige Alter) und gleichzeitig das Team mit der höchsten Durchschnittskmzahl -
"De Sielbeckers"!



Sonntag, 20. September 2015

Erfolg für den Mobilitätsbeirat

Noch eine positive Meldung:
Aufgrund einer eindringlichen Schilderung von Anwohnern der Riemannstraße im Mobilitätsbeirat haben sich Bauamt und Polizei eine hoch brisante Stelle in der vor einigen Jahren renovierten Riemannstraße angesehen und sofort gehandelt.
Hier der ursprüngliche Zustand (Bilder wie immer durch Klicken vergrößern):

Wenn man sich diese Szene anders herum vorstellt, wird einem ganz mulmig: Das Mädchen fährt auf die Fahrbahn zu, schaut nach links, sieht nichts, fährt los... und im selben Moment fährt der Autofahrer zügig an, um die langgezogene Engstelle möglichst schnell zu umfahren - selbst ebenso in der Sicht behindert und grade noch zusätzlich verdeckt hinter einer Reihe von Dauerparkern...


Hier nun der neue Zustand nach Entfernung des (hier nie zulässigen) großen Schildes und nach Einrichtung eines absoluten Halteverbotes:

 1a Übersicht und eine deutlich verkürzte Engstelle...










...gut für alle Beteiligten!



Da ist sie - die nächste offene "Einbahnstraße" ;)

Okay, eine echte "Einbahnstraße" ist sie nicht, daher nennt man diesen Straßentypus auch "unechte Einbahnstraße".
Die Straße Am Hang war bisher vom Drosselstieg aus für Radfahrer nicht legal einfahrbar, weil hier zur Regulierung des KFZ-Durchgangsverkehrs das Schild "Einfahrt verboten" (auch Spardose genannt) aufgestellt war - was allerdings die Mehrzahl der Schulkinder, die von Fissau aus zB zur Voß-Schule radeln wollten, nicht so sehr beeindruckt hat.
HINTER dem Schild durfte man nämlich bisher schon in beide Richtungen fahren, nur nicht am Schild vorbei, das ist halt das Wesen einer "unechten Einbahnstraße"...

Sehr viele Städte in Deutschland und in den Nachbarländern haben inzwischen erkannt, dass es total unglücklich ist, den Radverkehr bei der Beschränkung des KFZ-Verkehrs gleich mit zu unterbinden - daher haben sie echte und unechte Einbahnstraßen für Radfahrer reihenweise, oft flächendeckend aufgehoben.

So hat nun auch Eutin auf Antrag der Kreisverkehrswacht und der Initiative Fahrradfreundliches Eutin mit einem Schlag die Zahl dieser schlauen Regelungen verdoppelt; wir haben jetzt (zusammen mit dem Holstenweg) schon ZWEI, und die Schulkinder sind legalisiert!
Für flächendeckende zeitgemäße Regelungen auch in echten Einbahnstraßen fehlen in der entsprechenden Behörde noch Know-How und Mut, aber das wird schon noch.

Und hier nun das ganze im Bild:


 tschakka!!!